Seit dem 4. Mai 2026 ist der Hallenbereich von De Bütt geschlossen. Die Arbeiten an der Badewassertechnik laufen. Im Keller unter dem Hallenbad wird die alte Filteranlage abgebaut. Die neue Wasserfilteranlage steht bereits bereit und muss nun Schritt für Schritt angeschlossen werden.
Aktualisiert am 15.06.2026
Wenn alles planmäßig läuft, soll das neue System im September getestet werden. Der Hallenbereich soll nach aktuellem Stand ab dem 3. Oktober 2026 wieder zur Verfügung stehen. Für Badegäste wird sich nach dieser ersten Maßnahme zunächst kaum etwas sichtbar verändern, weil die Arbeiten vor allem unterirdisch stattfinden. Technisch ist der Schritt aber zentral: Rund 1,7 Millionen Liter Wasser in den Hallenbecken müssen zuverlässig gefiltert und hygienisch aufbereitet werden.
Damit Schwimmerinnen und Schwimmer, Schulen und Vereine während der Schließung nicht komplett ausweichen müssen, wurde das Freibad bereits am 4. Mai geöffnet. Das war früher als üblich. Die Stadt und das Bäderteam mussten dafür Abläufe, Aufsicht und Nutzung mit Schulen und Vereinen neu organisieren.
Auch wenn die Becken in der Halle derzeit leer sind, muss das Gebäude weiter geschützt werden. Die Fliesen dürfen nicht austrocknen, deshalb werden sie bei Bedarf befeuchtet. Außerdem bleibt die Heizung in Betrieb, damit es in der Halle nicht zu kalt wird und keine Schäden entstehen.
Für die Badegäste spürbar wird nach der Wiedereröffnung vor allem eine Veränderung: Das Wasser im Whirlpool und im Babybecken soll künftig wärmer sein. Geplant sind dort 36 Grad. Im Sportbecken, im Lehrschwimmbecken und im Freizeitbecken bleiben die Temperaturen weitgehend wie bisher.
Nach aktuellem Planungsstand soll der Hallenbereich ab dem 3. Oktober 2026 wieder zur Verfügung stehen.
Teil einer langfristigen Sanierung
Das Freizeitbad De Bütt wurde in den frühen 1990er-Jahren gebaut und seitdem mehrfach erweitert und modernisiert, unter anderem mit dem Variobad im Jahr 2007 sowie einer grundlegenden Erneuerung der Sauna im Jahr 2019. Viele zentrale technische Anlagen, insbesondere in den Bereichen Lüftung und Badewassertechnik, haben inzwischen jedoch ihre geplante Lebensdauer überschritten. Der Willicher Stadtrat folgte deshalb einem SPD-Antrag und hat am 16.08.2023 einstimmig für die Schwimmbad-Sanierung gestimmt.
In den vergangenen Jahren konnte der Betrieb durch regelmäßige Wartungen und Reparaturen aufrechterhalten werden. Ersatzteile sind jedoch zunehmend schwerer zu beschaffen, weshalb eine grundlegende Erneuerung der Technik notwendig ist, um den sicheren und zuverlässigen Badebetrieb langfristig zu gewährleisten.

Die grundlegende Entscheidung für die Sanierung ist, wie oben erwähnt, bereits 2023 gefallen. Damals beschloss der Stadtrat einstimmig, das bestehende Bad zu erhalten und umfassend zu modernisieren. Seitdem läuft die Detailplanung. Schon vor dem eigentlichen Hauptprojekt wurden vorbereitende technische Maßnahmen umgesetzt, etwa an Heizung, Gebäudeautomation und Filteranlagen. Für die eigentliche Sanierung wurde ein Kostenrahmen von rund 18,6 Millionen Euro netto angesetzt.
Warum ist eine Schließung notwendig?
Die Erneuerung der Badewassertechnik ist technisch anspruchsvoll und lässt sich nicht während des laufenden Badebetriebs durchführen. Für die Arbeiten ist daher eine zeitweise Schließung des Hallenbereichs unumgänglich. Ziel ist es, die Qualität, Hygiene und Betriebssicherheit des Hallenbades nachhaltig zu verbessern.



Die aktuelle Baustelle zeigt gut, warum die Arbeiten nicht im laufenden Betrieb möglich sind. Die Hallenbecken sind leer, der Bereich ist abgesperrt und im Keller wird an zentralen technischen Anlagen gearbeitet. Dort werden Filter, Rohrleitungen, Steuerungsklappen und Schwallwasserbehälter erneuert oder angeschlossen. Das betrifft den Kern des Badebetriebs. Ohne funktionierende Badewassertechnik kann ein Hallenbad nicht sicher und hygienisch betrieben werden.
Die Maßnahme ist Teil der schrittweisen Sanierung des Freizeitbades, die in den vergangenen Jahren politisch beschlossen und von uns als SPD aktiv vorangetrieben wurde.
Hinzu kommt: Die einzelnen Baumaßnahmen hängen eng zusammen. Technik, Gebäudehülle und bauliche Eingriffe lassen sich nicht sinnvoll voneinander trennen. Genau das war zuletzt auch Teil der politischen Debatte in Willich. Würde man die Sanierung nachträglich stark verkleinern oder umplanen, drohten nach Einschätzung der Verwaltung Verzögerungen, neue Planungskosten und am Ende womöglich sogar höhere Gesamtkosten.
Freibad öffnet früher
Um die Einschränkungen für Badegäste möglichst gering zu halten, wurde das Freibad bereits am 4. Mai 2026 geöffnet. Damit gibt es während der Hallenbadschließung eine Ausweichmöglichkeit.
Abstimmung mit Schulen und Vereinen
Die Stadt Willich und das Bäderteam haben die Nutzung mit Schulen und Vereinen neu organisiert. Das war notwendig, damit Schwimmunterricht, Vereinstraining und Aufsicht auch während der Schließung möglichst verlässlich stattfinden können.
Ziel: ein moderner und verlässlicher Badebetrieb
Mit der Erneuerung der Technik wird ein wichtiger Schritt unternommen, um das Freizeitbad De Bütt zukunftsfähig aufzustellen. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Hallenbereich wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen – mit moderner Technik und einem hohen Sicherheitsstandard.
Was Badegäste später wirklich sehen werden
Die laufenden Arbeiten an der Badewassertechnik sind für Besucherinnen und Besucher später kaum sichtbar. Genau das macht solche Sanierungen manchmal schwer vermittelbar: Ein großer Teil des Geldes fließt in Technik, die unter dem Gebäude liegt, aber für Hygiene, Sicherheit und Betrieb unverzichtbar ist.
Sichtbarer werden die nächsten Sanierungsschritte, die ab 2027 vorgesehen sind. Dann geht es unter anderem um Duschen, Umkleiden, barrierefreie Flächen, Dach und Fassade, Lüftung sowie Brauchwarmwassertechnik. Diese Maßnahmen werden das Bad für die Gäste deutlich wahrnehmbarer verändern.
Für mich ist wichtig: De Bütt wird nicht saniert, damit es auf dem Papier moderner wirkt. Es geht darum, den Badebetrieb langfristig zu sichern. Für Familien, Schulen, Vereine, Schwimmerinnen und Schwimmer und für viele Menschen aus Willich und der Umgebung.
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