Politik in Willich verändern.
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Prognose: Nur Willich mit Bevölkerungswachstum im Kreis Viersen

Während es für die Stadt Willich weiterhin keinen Ersatz für den eingestellten Sozialatlas gibt, hat der Kreis Viersen Mitte Dezember 2020 zum fünften Mal das sogenannte Kreismonitoring veröffentlicht. Es enthält auch einige sehr interessante Daten für die Stadt Willich, der als einzigen der neun Städte und Gemeinden im Kreis ein Bevölkerungszuwachs prognostiziert wird. Im Folgenden habe ich einige Daten zusammengefasst:

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsprognose zwischen 2020 – 2040 sieht im Kreis Viersen einen Rückgang um 8.481 Einwohner vor. Den größten Rückgang verzeichnet dabei die Gemeinde Grefrath. Allein Willich kann einen Zuwachs verzeichnen: 2040 sollen in unserer Stadt 2.463 Menschen mehr leben als noch im Jahr 2020. Das Kreismonitoring weist jedoch darauf hin, dass die Berechnung einer amtlichen Bevölkerungsprognose keinen Anspruch erhebe, die Zukunft vorherzusagen. Die Berechnungen hätten vielmehr „Modellcharakter“.

Willich wird älter: 2011 lebten in Willich 10.483 Menschen (20,7 %) im Alter zwischen 50 bis unter 65 Jahren. 2019 waren es in dieser Gruppe 13.556 (26,9 %). Auch in den Kategorien „65 bis unter 80 Jahre“ und „80 Jahre und älter“ stieg die Anzahl von 7.442 auf 7.359 bzw. von 2.238 auf 3.394.

Wohnen

Die höchsten mittleren Nettokaltmieten verzeichneten 2019 die Städte Willich mit 7,75 €/m² und Kempen mit 7,74 €/m², die niedrigste die Gemeinde Schwalmtal mit 6,50 €/m². Der durchschnittliche Mietpreis im Kreis Viersen liegt bei 7,03 €/m². Auch Bauen ist in Willich nicht günstig: Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohnbauflächen lag in 2020 für eine „gute Lage“ bei 290 €/m². Im Kreis Viersen sind nur St. Tönis und Kempen mit jeweils 300 €/m² teurer.

Steuern

Die Steuereinnahmekraft in Euro je Einwohner ist in Willich hinter Kempen am zweithöchsten: In Kempen betrug sie 2019 1.670 Euro, in Willich 1.615 Euro. In Niederkrüchten ist sie mit 982 Euro am niedrigsten. Die Gewerbesteuer in Willich war 2019 mit einem Hebesatz von 439 weiterhin moderat. In Tönisvorst, Viersen und Grefrath war sie mit jeweils 465, 460 und 455 deutlich höher, in Schwalmtal, Brüggen und Nettetal lag sie mit jeweils 420, 418 und 410 darunter. Bei der Grundsteuer B hatte die Stadt Willich 2019 mit 495 den zweithöchsten Hebesatz hinter Tönisvorst mit 500.

Verkehr

Insgesamt pendeln rund 82.400 Personen täglich im Kreisgebiet. Innerhalb Willichs pendeln 8.832 Personen, 3.033 pendeln aus anderen kreisangehörigen Kommunen nach Willich und 2.061 pendeln aus Willich in andere kreisangehörige Kommunen.