10 Gründe, warum die AfD für Arbeiter unwählbar ist

Die AfD will keine Vermögenssteuer

Die Vermögenssteuer ist ein Instrument, um große Reichtümer fair zu besteuern. Die AfD lehnt sie jedoch kategorisch ab. Während Arbeiter hart für ihren Lohn arbeiten, bleibt großes Vermögen unangetastet.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/056/2005611.pdf

Erbschaftssteuer abschaffen macht Reiche reicher

Die AfD fordert die Abschaffung der Erbschaftssteuer. Doch wer profitiert davon? Nicht die normale Arbeitnehmerfamilie. Denn für geringe Erbschaften gibt es ohnehin Freibeträge. Diese müssen aus meiner Sicht angehoben werden aufgrund der in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Immobilienpreise. Die AfD-Forderung hilft nicht der „normalen Familie“, sondern nur den wirklich Reichen.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/063/2006388.pdf

Ein Steuermodell, das Reiche bevorzugt

Die AfD will ein Stufensystem für die Einkommensteuer. Das bedeutet: Wer 30.001 Euro im Jahr verdient, zahlt genauso viel Steuern wie jemand mit 600.000 Euro Jahreseinkommen – nämlich 25 Prozent. Der Spitzensteuersatz würde gestrichen. Das wäre eine riesige Steuererleichterung für Spitzenverdiener – auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.

Quellen:
Programm der Alternative für Deutschland zur Wahl des 21. Deutschen Bundestags, S. 56 sowie
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/albrecht-glaser/fragen-antworten/die-afd-ist-fuer-ein-vereinfachtes-steuermodell-und-will-angeblich-alle-buerger-entlasten-wie-aber-sehen

Deregulierung am Arbeitsmarkt stellt Mindestlohn infrage

Die AfD vermeidet eine direkte Forderung nach der Abschaffung des Mindestlohns, doch ihr Wahlprogramm lässt erkennen, dass sie ihn infrage stellt. Sie setzt sich für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsmarktes ein und lehnt staatliche Eingriffe in die Lohnfindung ab. Das bedeutet: Der Mindestlohn könnte massiv aufgeweicht oder ganz abgeschafft werden, wenn es nach der AfD geht. Wer von seiner Arbeit leben will, sollte sich genau überlegen, ob er eine Partei wählt, die Löhne dem freien Spiel des Marktes überlassen will – auf Kosten der Arbeitnehmer! Zudem hat die AfD im Bundestag immer wieder gegen die Erhöhung des Mindestlohns gestimmt.

Quelle: Programm der Alternative für Deutschland zur Wahl des 21. Deutschen Bundestags, S. 21, 23, 24, 36

Privatisierung der Rente – ein Risiko für Millionen Menschen

Einige Absätze im Programm der AfD deuten auf eine starke Privatisierung der Rente hin. Im Klartext: Weniger staatliche Sicherheit, mehr Risiko für den Einzelnen. Gerade Menschen mit niedrigen Einkommen könnten sich keine private Altersvorsorge leisten und wären im Alter arm. Allerdings: Richtigerweise prangert die AfD, wie auch andere Parteien, den Zustand des Rentensystems an. Zudem kritisiert sie, dass in Deutschland Politiker und Beamte nicht in die Rentenkasse einzahlen.

Quelle: Programm der Alternative für Deutschland zur Wahl des 21. Deutschen Bundestags, S. 18, 19, 20

Keine Entlastung für Familien mit geringem Einkommen

Während die AfD Unternehmen und Vermögende entlasten will, geht sie bei Familien mit geringem und mittleren Einkommen auf Sparflamme. Eine Erhöhung von Kindergeld oder gezielte Entlastungen? Fehlanzeige. Der Begriff „Kindergeld“ taucht im gesamten AfD-Programm nicht einmal auf.

Quelle: Programm der Alternative für Deutschland zur Wahl des 21. Deutschen Bundestags

Schlechte Arbeitsbedingungen? Kein Problem für die AfD

Gewerkschaften kämpfen für faire Arbeitsbedingungen. Doch die Alternative für Deutschland stellt den Kündigungsschutz infrage und betrachtet Streiks kritisch. Arbeitnehmerrechte, für die wir lange gekämpft haben, werden durch ihre Politik geschwächt und ausgehebelt. So fordert sie zum Beispiel eine Aufhebung der gesetzlichen Regelung, dass nur Gewerkschaften und nicht einzelne Betriebsräte Tarifverträge aushandeln dürfen. Dadurch würde das Flächentarifsystem unterlaufen und der Einfluss der Gewerkschaften massiv geschwächt.

Quelle: Deutscher Bundestag, 20. Wahlperiode, Protokoll der 100. Sitzung, S. 1.206

Kein Plan für bezahlbaren Wohnraum

Die Mieten steigen – doch die AfD hat keinen Plan, um den Wohnungsmarkt zu entspannen. Statt bezahlbaren Wohnraum zu fördern, setzt sie auf Marktmechanismen und Deregulierung, die Eigentümer, Vermieter und Investoren begünstigen. Fakt ist auch, dass sich die AfD gegen eine Mietpreisbremse stellt.

Quellen: Deutscher Bundestag, 19. Wahlperiode, Protokoll der 147. Sitzung, S. 18.368 sowie
Programm der Alternative für Deutschland zur Wahl des 21. Deutschen Bundestags, S. 38

Sozialabbau statt sozialer Gerechtigkeit

Ob Renten, Sozialleistungen oder Bildung – die Alternative für Deutschland sieht Einsparpotenzial, das vor allem die unteren Einkommensgruppen treffen würde. Währenddessen bleiben Wohlhabende durch ihre Steuerpolitik unangetastet – und würden unter einer AfD-Regierung noch reicher werden.

Eine Partei, die spaltet, statt Lösungen zu liefern

Die „Alternative für Deutschland“ gibt sich als Partei des „kleinen Mannes“, doch ihre Politik spricht eine andere Sprache. Sie hetzt gegen Minderheiten, lenkt von sozialen Problemen ab und schützt die Interessen der Wohlhabenden.

Fazit: Die AfD schadet Arbeitnehmern und hilft den Reichen

Wer sich eine gerechtere Gesellschaft wünscht, in der Arbeiter nicht die Hauptlast tragen, kann die AfD nicht wählen. Ihre Politik ist ein Geschenk für Spitzenverdiener und eine Gefahr für alle, die auf gerechte Löhne, soziale Absicherung und eine faire Steuerpolitik angewiesen sind.